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Kudos für die Triggerwarnung am Anfang.
Erinnert mich ein wenig an Diskussionen zu Skandal-Anime und meine Einstellung ist auch hier die gleiche: Für mich ist das erstmal Fiktion. Das muss nicht jedem passen und es ist vollkommen okay davon angewidert zu sein und die Altersgrenze würde ich persönlich vielleicht auch etwas hochschieben, aber ich sag auch: Wer drauf Bock hat, soll sich das geben dürfen.
++++ Triggerwarnung +++ Vielen Dank für das wichtige Video. Ich kannte das System gar nicht, sicherlich, weil es nie den Sprung nach Europa geschafft hat (glücklicherweise). Gestern habe ich ziemlich viel in dem PDF gelesen, und bin immer noch geschockt. Einerseits ist das System und das Buch ordentlich bis gut gemacht. Die Macher sind da professionell rangegangen. Drei Spielclubs haben die Regeln getestet, das merkt man. Es wurde Geld für Artwork und Editoring ausgegeben, auch das merkt man. Der Verlaufspreis war war 9,98 Dollar, durchaus akzeptabel für das Buch, die Zeit und den Umfang. Das Talent der Schreiber ist sehr wohl zu erkennen. Das sind die positiven Dingen. Wirklich übel nehme ich den Machern die leidliche Warnung, die quasi nichts wert ist (vielleicht sogar eher motiviert das zu kaufen). Eine Altersempfehlung ab 14 ist aber geradezu kriminell, selbst die Bilder sind für 15 absolut unangemessen und verstörend, der Text und Inhalt auf jeden Fall. Sicherlich wäre das Buch in Deutschland indiziert worden. Ferner weisen die Macher darauf hin, dass einige das Werk "als frauenfeindlich" empfinden könnten. Das ist eine absolut unangemessene Aussage, das Werk ist durch und durch frauenfeindlich. Schaut man ins Impressum sieht man das ausschließlich Männer mitgewirkt haben. Das wundert nicht. Ferner wird die Aussage getroffen, man würde Drogen weder befürworten, noch ablehnen. Auch dies – und ich bin privat da durchaus liberal – empfinde ich als absolut unangemessen und verantwortungslos. Ein Spiel zu erstellen, es für 15 freizugeben, und dann den Drogenkonsum – zumindest indirekt – zu glorifizieren gefährlich und auch schlicht falsch. Die ganze Intension war also daneben, ich befürchte man wollte schocken, wollte sich an junge Menschen wenden und hoffte so richtig Knete zu verdienen (eine Unterstellung). Und dann ++++ Triggerwarnung +++ Vergewaltigung in einem Spiel ausleben oder erdulden zu wollen/müssen und gleichzeitig vom Regelwerk als Bestrafung aber nur Sozialpunkteabzug und Schulverweis vorzusehen, darüber komme ich auch nach eine Nacht schlafen nicht darüber hinweg (das wären schlimme Straftaten für die man angezeigt und ins Gefängnis kommen würde, dies erwähnt das Regelwerk leider nicht). Auch Morde könnte man begehen, das wird meiner Lesart jedoch nicht so eingebaut ins Spiel. Das ist ekelhaft und drückt ein zutiefst falsches und krankes Sexual- und Menschenbild aus. Da gibt es nichts zu entschuldigen oder zu beschönigen. Das es überhaupt positive Rezensionen gibt widert mich an und sagt nichts gutes über die Rezensenten aus (wollen wir hoffen, sie haben weniger darin gelesen als ich). Das bestürzt mich. Im englischen Wikipedia-Artikel ist leider nicht die wichtige und richtige Rezension zitiert, das muss dringend angepasst werden. Noch eine private Anmerkung, weswegen mich dies privat triggert: Mein Schwiegervater ist Kanadier und meine Frau ist in Kanada zur High School gegangen. Auch wenn das Schulsystem in Kanada nicht perfekt sein mag, hat sie nur positives über die Zeit zu berichten. Auch daher schockt mich so ein Werk. Sicher haben alle Läden und Großhändler das Ding boykottiert, weswegen es sich nicht verkauft hat. Nochmal Dank an Björn, sehr gute Vorstellung und eine wichtige Einordnung.
Ich finde das Spiel in so weit genial als das es anscheinende Realität wiederspiegelt in welcher previligierte angesehene Menschen mit vielem durchkommen während der ehrlich einfache aufrechte zerbrochen wird. Aber dieses zerbrechen birgt unendliche Möglichkeiten seine eigenen Grenzen zu überwinden.
Im eigentlichen stellt also dieses Spiel eine boshafte Sozialkritik dar mit welcher die ehrlichen, geradlingen einfachen Menschen darauf vorbereitet werden nicht auf der Gewinnerseite des Lebens zu stehen.
Eigentlich ist dieses Spiel ein Spiegel vor die häßliche Fratze der Gesellschaft.
Ich kann verstehen das eine so dekadente kalte Gesellschaft nicht in diesen Spiegel schauen möchte, aber so brutal und bescheiden Sieht es vieler Orts aus. Die welche durch diese Hölle gegangen sind sind entweder zerbrochen oder größer und stärker geworden wie ihre damaligen "Freunde" und Klassenkameraden ihnen esniemals zugetraut hätten.
Ich weiß nicht ob es mir Spaß bereitet hätte meine Geschichte mit schlimmeren Konsequenzen zu spielen, aber jeder Mobber mit ein wenig Selbstreflektion könnte mit diesem Spiel Dinge lernen die in der Realität einen viel zu hohen Preis hätten.
Mich würde interessieren was der oder die Schreiber dieses Spieles erlebt haben um solch ein Werk zu erschaffen!?
z.T. Realität an Schulen in den 60ern, 70ern und frühen 80ern. Ein verspätetes Kind einer früheren Zeit. Muss man nicht spielen. Kann man spielen, wenn man weiß, worauf man sich da einlässt. Das ist wie mit Musik. Den Song "Straycat Blues" von den Stones kann man so einfach nicht mehr schreiben. Geht einfach nicht. Ist aber dennoch ein Hammer Song. Schwieriges Thema. Respekt, dass ihr euch da ran gewagt habt.
Vielen Dank für die Besprechung und Einordnung! Alte Männer ist immer wieder ein wöchentliches Highlight 🙂
Unsere Gruppe spielt aktuell Monsterhearts, also (zuweilen auch fiese) Schüler an einer High School, was wir alle als Setting sehr interessant finden, da es eben sehr anders als das typische DnD/DSA ist. Als SL wäre ich jedoch niemals auf die Idee gekommen, Mobbing oder Übergriffe mit Punkten zu belohnen. Da bin ich doch sehr froh, auf ein Produkt gestoßen zu sein, welches dieses Setting mit der gebotenen Sensibilität aufgreift.
Als Anregung (darum wurde ja explizit gebeten) wünsche ich mir (wenn auch nicht passend zum Thema) mal wieder ein Unearthed. Besonders Ars Magica (gerne in einer frühen Version) fände ich in diesem Format sehr spannend. Das stieß ja damals bei eurer Besprechung dazu bei allen von euch auf große Begeisterung 🙂
Ein Video, wo ich mir gar nicht sicher war, ob ich ein Daumen hoch geben kann, damit ich nicht das Spiel selbst lobe. Aber die Betrachtung dieses Spiels war einfach sehr gut. Auch wenn es bestimmt echt mühsam war, sich durch sowas durcharbeiten zu müssen.
Ich bin froh, das dieses Ding komplett an mir vorbei gegangen ist. Nicht nur weil ich erst 81 geboren wurde sondern weil das eindeutig zum Glück auch nicht genug Fuß fassen konnte um später dann noch relevant zu sein damit ma nes hätte kaufen können.
Zur Bewertung des Spiels an sich kann und muss man nicht viel mehr sagen. Das habt ihr imho hervorragend eingeordnet. Wenn man den Gesamtkomplex betrachtet, dan wirft er imho jedoch ein überraschend positives Bild auf die Szene, auch und gerade wenn man zugrunde legt, dass in den frühen 80er Jahren viele heute normale Rücksichtnahmen noch weit entfernt waren. Denn das Spiel scheint ja kein großer kommerzieller Erfolg gewesen und von weiten Teilen der Szene abgelehnt worden zu sein. Zumindest habe ich so die anfänglichen Ausführungen verstanden. Das ist ein Indiz dafür, dass der ethisch-moralische Kompass sehr gut funktioniert hat – in der damaligen Szene-Publizistik, bei Con-Veranstaltern, etc. ebenso wie weit verbreitet an den Spieltischen. Unterm Strich würde ich das einfach als Entgleisung und Überschlag einer Szene betrachten, ähnlich wie dieses Killer-Liverollenspiel, das in den frühen 80ern an einigen US-Unis wohl auch vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist.
Seid dem ich versucht habe ein Delta Green-Abenteuer mir anzuhören, das auf YouTube lief, kann mich S..x, B..t und Gewalt im Rollenspiel nicht mehr so leicht beeindrucken. Das scheint auch in diese Kerbe zu laufen.
25:35 Und was ist mit Dallas? 31:04 Leider nein.
Björn, danke fürs übersetzten War heute mal härterer Tobak.
Ich frage mich gerade, ob dieses "Spiel" sich in der Rezeption mit Dingen wie "a Serbian Film" vergleichen lässt – wobei sich mir die Katharsis beim Konsumenten auch im Vergleichsbeispiel nie erschlossen hat. Es fällt mir aber immer noch schwer, mir vorzustellen, dass ein Spiel von seinen Entwicklern ernsthaft als nihilistisch-misanthrophes Propagandainstrument konzipiert wurde – vielleicht ist das aber auch die Naivität des Spätgeborenen. Mein erstes Rollenspiel war MERS.
Danke, dass ihr auch solche Produkte vorstellt und einordnet!
Großartige Review. Man muss nicht alles spielen